FSC- und PEFC-Waldzertifizierung (Produktkette)
Zwei weltweite Systeme, die nachhaltige Waldbewirtschaftung (FM) und die lückenlose Verfolgung zertifizierten Holzes entlang der Lieferkette (Chain of Custody, CoC) bescheinigen. Käufer von Schnittholz, Sperrholz, Zellstoff, Papier, Karton und Holzverpackungen sollten die Angabe – „FSC 100 %“, „FSC Mix“ oder „PEFC-zertifiziert“ – und den gültigen CoC-Code des Verkäufers (z. B. FSC-C123456) auf der Rechnung sehen; der Code ist in den FSC- und PEFC-Datenbanken prüfbar. Für die EUDR-Konformität reicht die Zertifizierung allein nicht, unterstützt aber die Rückverfolgbarkeit bis zur Fläche.
Verwandte Begriffe
EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)
Verordnung (EU) 2023/1115: Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee, Rinder, Kautschuk und Holz sowie daraus hergestellte Erzeugnisse wie Leder, Schokolade, Möbel, Papier und Reifen dürfen nur auf den EU-Markt, wenn sie nicht auf nach dem 31. Dezember 2020 entwaldeten Flächen erzeugt wurden und dem Recht des Erzeugerlandes entsprechen. Der Marktteilnehmer reicht eine Sorgfaltserklärung mit Geodaten der Anbauflächen ein; Länder werden als gering, normal oder hoch riskant eingestuft. Für Lieferanten in die EU ist Rückverfolgbarkeit bis zur Fläche nun Geschäftsvoraussetzung.
Rückverfolgbarkeit (Lieferkettentransparenz)
Fähigkeit, auf jeder Stufe von der Quelle – Mine, Farm, Wald, Raffinerie – bis zum Endverwender zu belegen, wer einen Rohstoff wo und aus welcher Charge verarbeitet hat. Durch die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), die Lieferketten-Sorgfaltspflichtenrichtlinie (CSDDD), den OECD-Leitfaden zu Konfliktmineralien und Rezyklatnachweise (ISCC, GRS) wird sie im Rohstoffhandel zunehmend Pflicht. Geodaten, Massenbilanz und digitaler Produktpass sind dabei Schlüsselbegriffe.