Homopolymer, Random- und Block-(Impact-)Copolymer
Ein Homopolymer besteht aus einem Monomer (z. B. nur Propylen); hart, steif und günstig, genutzt für Bändchen, BOPP-Folie und allgemeinen Spritzguss. Beim Random-Copolymer ist wenig Ethylen statistisch eingebaut – klarer und flexibler, bevorzugt für transparente Behälter und Warmwasserrohr (PP-R). Das Block- bzw. Impact-Copolymer enthält eine Kautschukphase mit hoher Kälteschlagzähigkeit, genutzt für Autoteile, Eimer und Kisten. Da der falsche Typ zu Bruch oder Trübung führt, muss die Bestellung den Typ klar nennen.
Verwandte Begriffe
Schmelzindex (MFI / MFR)
Masse an Polymerschmelze, die bei festgelegter Temperatur und Last – 230 °C/2,16 kg bei PP, 190 °C/2,16 kg oder 5 kg bei PE – in 10 Minuten durch eine Düse fließt, in g/10 min (ISO 1133, ASTM D1238). Niedriger MFI bedeutet hohe Molmasse und Festigkeit, hoher MFI gute Fließfähigkeit: Rohr- und Blasformtypen liegen bei etwa 0,1–1, Folie 1–4, Spritzguss 10–60, Faser und Meltblown 25–1.500 g/10 min. Beim Angebotsvergleich stets die Prüfbedingungen kontrollieren.
Polyethylentypen: HDPE, LDPE, LLDPE und mLLDPE
Polyethylen wird nach Dichte und Kettenstruktur unterschieden. HDPE (0,941–0,965 g/cm³) ist steif und chemikalienbeständig – für Rohre (PE100), Kanister, Flaschen und Kisten. LDPE (0,910–0,930) ist durch Verzweigungen flexibel und klar – für Extrusionsbeschichtung, Schrumpf- und Lebensmittelfolie. LLDPE ist ein lineares Copolymer niedriger Dichte mit Buten (C4), Hexen (C6) oder Octen (C8); hohe Durchstoß- und Weiterreißfestigkeit machen es zum Hauptrohstoff für Stretch- und Verpackungsfolien. Metallocen-LLDPE (mLLDPE) bietet noch höhere Zähigkeit und Transparenz.