Probenahme (repräsentative Probe)
Probenahme so, dass die Proben die gesamte Partie repräsentieren, nach Normverfahren – etwa ISO 24333 für Getreide, ISO 3082 für Erze, ASTM D4057 für Flüssigkeiten. Beim Massengutumschlag werden in Intervallen gezogene Einzelproben vereinigt und geteilt; meist werden drei oder vier gleiche Proben versiegelt – für Verkäufer, Käufer und als Rückstellmuster für Schiedsanalysen. In der Angebotsphase werden kleine Typmuster geprüft; vertraglich sollte zugesichert werden, dass die Lieferung dem freigegebenen Muster entspricht.
Verwandte Begriffe
Vorversandinspektion (unabhängige Prüfung) PSI
Ein unabhängiges Prüfunternehmen – SGS, Bureau Veritas, Intertek, Cotecna, CCIC, ALS u. a. – prüft vor der Verladung Qualität, Menge, Verpackung und Markierung, zieht Proben und erstellt einen Bericht. Der Vertrag sollte regeln, ob die Ergebnisse „final at load port“ oder „final at discharge“ gelten. Manche Länder verlangen Prüfungen im Rahmen von Konformitätsbescheinigungsprogrammen (CoC). Eine der wirksamsten Absicherungen bei neuen Lieferanten.
Schiedsanalyse (Umpire-Analyse)
Analyse der versiegelten Rückstellprobe durch ein im Voraus vereinbartes unabhängiges Labor, wenn die Ergebnisse von Verkäufer und Käufer um mehr als die vertragliche Splitting-Grenze abweichen. Üblich im Erz- und Konzentrathandel; das Umpire-Ergebnis ist meist bindend oder wird mit dem näher liegenden Parteiergebnis gemittelt. Die Kosten trägt in der Regel die Partei, deren Ergebnis weiter abweicht.
Chargen- und Losnummer
Eindeutiger Code für eine Produktmenge, die unter gleichen Bedingungen, aus denselben Rohstoffen und im selben Zeitfenster hergestellt wurde. Er steht auf Gebinden, CoA und Packliste und zeigt bei Reklamation oder Rückruf, welche Ware betroffen ist. Chargenrückverfolgbarkeit ist in Chemie, Pharma, Lebens- und Futtermitteln gesetzlich vorgeschrieben; bei Kunststoffen und Metallen verlangen Käufer für gleichbleibende Qualität oft Lieferungen aus einer Charge.