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Schrottklassifizierung (ISRI, HMS 1&2, Shredder, Millberry)
Im internationalen Schrotthandel werden Sorten über Codenamen der ISRI- (heute ReMA-) Schrottspezifikationen definiert. Bei Stahlschrott ist HMS 1 mindestens 6 mm dick, HMS 2 enthält dünnere und verzinkte Teile; „80:20“ nennt das Mischungsverhältnis. Shredderschrott (ISRI 210/211) ist zerkleinert und magnetisch getrennt, P&S und Busheling (Neuschrott) sind sauberer. Bei NE-Metallen gelten Codes wie Barley/Millberry (99,9 % blanker Kupferdraht), Berry/Candy, Honey (Messing) und Taint/Tabor (gemischtes Aluminium). Radioaktivität, geschlossene Hohlkörper, Erde und Fremdstoffe sind vertraglich zu begrenzen.
Stahlbezeichnung (EN, ASTM, AISI, JIS, GB)
Stähle tragen in verschiedenen Normensystemen unterschiedliche Namen. Nach EN 10027 zeigt der Buchstabe den Verwendungszweck und die Zahl die Mindeststreckgrenze: S235JR ist Baustahl mit 235 MPa und Kerbschlagprüfung bei 20 °C, S355J2 wird bei –20 °C geprüft. Ungefähre Entsprechungen sind ASTM A36 bzw. A572 Gr.50, JIS SS400 und GB Q235/Q355; bei Edelstahl entspricht AISI 304 etwa 1.4301. Entsprechungen sind nicht identisch – Chemie und Mechanik im Zeugnis prüfen.
Streckgrenze, Zugfestigkeit und Bruchdehnung
Grundlegende mechanische Kennwerte aus dem Zugversuch (EN ISO 6892-1, ASTM E8). Die Streckgrenze (ReH bzw. Rp0,2, MPa) ist die Spannung, ab der bleibende Verformung beginnt, und Grundlage der Bemessung; die Zugfestigkeit (Rm) die Höchstspannung vor dem Bruch; die Bruchdehnung (A %) die Verlängerung bis zum Bruch und Maß der Umformbarkeit. Bei Betonstahl sind Rm/ReH-Verhältnis und Dehnung für die Erdbebensicherheit entscheidend (z. B. Rm/Re ≥ 1,15 bei B500C).