Dokumente gegen Zahlung (D/P – CAD)
Inkassoverfahren, bei dem der Verkäufer die Warenpapiere – vor allem das Originalkonnossement – über seine Bank an die Bank des Käufers sendet, die sie nur gegen Zahlung aushändigt; es gelten die ERI 522. Günstiger als ein Akkreditiv, doch keine Bank garantiert die Zahlung: Nimmt der Käufer die Dokumente nicht auf, liegt die Ware im Bestimmungshafen und dem Verkäufer drohen Liegegeld, Rückfracht oder ein Notverkauf. Geeignet für vertrauensvolle, langjährige Beziehungen.
Verwandte Begriffe
Dokumente gegen Akzept (D/A) D/A
Die Form des Dokumenteninkassos mit Zahlungsziel: Der Käufer erhält die Dokumente – und damit die Ware – gegen Akzeptierung eines Nachsichtwechsels (z. B. 60 Tage) und zahlt bei Fälligkeit. Dem Verkäufer bleibt nur der akzeptierte Wechsel; er verliert die Kontrolle über die Ware, das Risiko ähnelt also einem offenen Zahlungsziel. D/A wird meist mit Kreditversicherung oder einem Bankaval auf dem Wechsel kombiniert.
Akkreditiv (L/C) L/C
Dokumentäre Zahlungsart, bei der die Bank des Käufers (eröffnende Bank) sich verpflichtet, gegen fristgerechte Vorlage akkreditivkonformer Dokumente – Konnossement, Rechnung, Analysenzertifikat, Ursprungszeugnis usw. – an den Verkäufer zu zahlen. Banken befassen sich nur mit Dokumenten, nicht mit der Ware; die Bedingungen müssen daher genau zum Kaufvertrag passen und erfüllbar sein. Bei großen Rohstoffgeschäften und neuen Geschäftspartnern die gängigste sichere Zahlungsart.
Konnossement (B/L) B/L
Das zentrale Dokument des Seetransports, vom Verfrachter ausgestellt als Bestätigung der Übernahme oder Verladung der Ware. Es hat drei Funktionen: Empfangsbestätigung, Beweis des Frachtvertrags und – bei Ausstellung „an Order“ – Wertpapier, das die Ware verkörpert. Da der Inhaber eines Originals die Ware herausverlangen kann, bildet es die Grundlage von Akkreditiv und Dokumenteninkasso. Ein „clean on board“-Konnossement zeigt die äußerlich einwandfreie Verladung.
Im Handelshandbuch erklärt
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