C · 7
CAS-Nummer (chemische Kennnummer)
Eindeutige numerische Kennung wie „7732-18-5“ (Wasser), die der Chemical Abstracts Service der American Chemical Society jedem Stoff zuweist. Da derselbe Stoff unter vielen Handels- und Lokalnamen verkauft wird, ist sie der zuverlässigste Weg, Verwechslungen im Einkauf zu vermeiden; SDB, REACH-Registrierung, Zoll und Verbotslisten arbeiten mit der CAS-Nummer. Gemische haben keine eigene CAS-Nummer, ihre Bestandteile werden einzeln aufgeführt. In der EU gibt es zusätzlich die EG-Nummer (EINECS).
Chargen- und Losnummer
Eindeutiger Code für eine Produktmenge, die unter gleichen Bedingungen, aus denselben Rohstoffen und im selben Zeitfenster hergestellt wurde. Er steht auf Gebinden, CoA und Packliste und zeigt bei Reklamation oder Rückruf, welche Ware betroffen ist. Chargenrückverfolgbarkeit ist in Chemie, Pharma, Lebens- und Futtermitteln gesetzlich vorgeschrieben; bei Kunststoffen und Metallen verlangen Käufer für gleichbleibende Qualität oft Lieferungen aus einer Charge.
Chartervertrag (Charter Party) C/P
Vertrag zwischen Reeder und Charterer über die Nutzung eines Schiffes. Bei der Reisecharter wird eine bestimmte Ladung zwischen benannten Häfen gegen Fracht je Tonne befördert, bei der Zeitcharter das Schiff für einen Zeitraum gegen Tagesmiete gechartert, bei der Bareboat-Charter ohne Besatzung gemietet. Gängige Formulare sind GENCON, NYPE und ASBATANKVOY. Massengut-Kaufverträge sollten Laderaten und Liegegeld deckungsgleich („back-to-back“) zur Charterparty regeln.
CO₂-Fußabdruck (Product Carbon Footprint und Scope 1-2-3) PCF
Summe der Treibhausgasemissionen eines Produkts über seinen Lebenszyklus – meist von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor („cradle-to-gate“) – in kg CO₂e, berechnet nach ISO 14067 und GHG Protocol. Auf Unternehmensebene umfasst Scope 1 direkte Emissionen, Scope 2 eingekaufte Energie und Scope 3 die Lieferkette; der Großteil von Scope 3 eines Herstellers stammt aus den eingekauften Rohstoffen. Daher verlangen Käufer wegen CBAM, CSRD-Berichterstattung und Markenzielen zunehmend verifizierte Product Carbon Footprints (PCF) und EPDs von Rohstofflieferanten.
CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM)
EU-Mechanismus, der Einfuhren von Eisen und Stahl, Aluminium, Zement, Düngemitteln, Wasserstoff und Strom für die bei ihrer Herstellung entstandenen grauen Emissionen mit einem an den EU-ETS gekoppelten Preis belastet. In der Übergangsphase 2023–2025 galt nur eine Berichtspflicht; ab 2026 müssen zugelassene Anmelder CBAM-Zertifikate erwerben. Lieferanten dieser Produkte in die EU brauchen verifizierte anlagenbezogene Emissionsdaten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Containertypen (20’, 40’, 40’HC, Kühl-, Open-Top)
Ein 20-Fuß-Container (rund 33 m³, Zuladung etwa 25–28 t) eignet sich für schwere, dichte Güter wie Metalle, Mineralien und Chemikalien in Säcken; 40-Fuß (67 m³) und 40-Fuß-High-Cube (40’HC, 76 m³, ~26 t) für leichte, voluminöse Güter wie Kunststoffgranulat, Fasern oder Schaumstoff. In der Praxis sind die Straßengewichtsgrenzen oft enger als die Containerkapazität. Kühlcontainer dienen der Kühlkette, Open-Top und Flat-Rack Maschinen und Übermaßgütern, Tankcontainer Flüssigkeiten.
Contango und Backwardation (Terminkurve)
Begriffe für die Lage der Terminpreise im Verhältnis zum Kassapreis. Bei Contango liegen spätere Termine über dem Spotpreis, meist als Ausdruck reichlichen Angebots und der Haltekosten (Lager, Finanzierung, Versicherung) – Lagerhaltung mit Terminverkauf wird attraktiv. Bei Backwardation liegt der Spotpreis über den Terminen, ein Zeichen für einen engen Markt mit knapper prompter Ware, der Käufer zur schnellen Eindeckung drängt. Die Kurvenform ist ein wichtiges Signal für Lagerpolitik und Vertragstiming.