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HammaddePazari

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Ladebereitschaftsmeldung (NOR)

Schriftliche Mitteilung des Kapitäns oder Agenten an Charterer oder Käufer, dass das Schiff im vereinbarten Hafen angekommen und in jeder Hinsicht – saubere Laderäume, Freigaben erteilt – lade- oder löschbereit ist. Eine wirksame NOR ist Voraussetzung für den Beginn der Liegezeit. Eine NOR, die abgegeben wird, obwohl das Schiff nicht bereit ist, kann unwirksam sein und die Liegegeldberechnung verändern; sie ist daher zusammen mit Laderaum-Inspektionsberichten aufzubewahren.

Länderrisiko und Transferrisiko

Das Risiko, dass Geld den Verkäufer wegen wirtschaftlicher oder politischer Ereignisse im Käuferland – Devisenknappheit, Kapitalverkehrskontrollen, Sanktionen, Krieg, Moratorium – nicht erreicht, selbst wenn der Käufer zahlen will und kann. Gemessen wird es u. a. mit der OECD-Länderrisikoklassifizierung und Länderratings. Bei Verkäufen in Hochrisikoländer empfehlen sich bestätigte Akkreditive, Exportkreditversicherung und Zahlung in einer starken Währung.

Lebensmittelkontakt-Konformität (EU 10/2011, FDA)

Nachweis, dass Kunststoffe für Lebensmittelverpackungen und -geräte keine Stoffe über die zulässigen Grenzwerte in Lebensmittel abgeben. In der EU gelten die Rahmenverordnung 1935/2004 und für Kunststoffe die Verordnung 10/2011 (Positivliste, Gesamt- und spezifische Migrationsgrenzwerte), in den USA FDA 21 CFR 177. Käufer sollten die Konformitätserklärung (DoC) des Lieferanten inklusive Additiven und ggf. Migrationsprüfberichte anfordern; für Rezyklate gilt zusätzlich die Verordnung (EU) 2022/1616.

Liegegeld/Demurrage und Detention

In der Massengutfahrt ist Liegegeld (Demurrage) die tägliche Entschädigung des Charterers an den Reeder bei Überschreitung der Liegezeit (z. B. USD 15.000/Tag). In der Containerfahrt berechnet die Reederei Demurrage, wenn ein voller Container über die freie Zeit hinaus im Terminal steht, und Detention, wenn er außerhalb des Terminals – beim Käufer – länger als vereinbart bleibt. Zollverzögerungen treiben diese Kosten rasch hoch; freie Tage sollten bei der Frachtverhandlung festgelegt werden.

Liegezeit (Laytime)

Die vertraglich vereinbarte Zeit, in der Charterer oder Käufer das Schiff ohne Zusatzkosten beladen oder löschen dürfen. Meist als Tagesleistung angegeben, z. B. „5.000 t/Tag SHINC“ (Sonn- und Feiertage eingeschlossen) oder „SHEX“ (ausgeschlossen). Sie beginnt nach Abgabe der Ladebereitschaftsmeldung (NOR) und Ablauf einer vereinbarten Wartezeit. Bei Überschreitung fällt Liegegeld an, bei vorzeitigem Abschluss ggf. Eilgeld (Despatch).

London Metal Exchange (LME) und Rohstoffbörsen

Börse, an der sich die weltweiten Referenzpreise für NE-Metalle wie Kupfer, Aluminium, Zink, Nickel, Blei, Zinn und Kobalt bilden; ihre offiziellen Preise und Monatsdurchschnitte dienen als Index in physischen Verträgen. Der physische Käufer zahlt den LME-Preis plus eine von Herkunft, Marke und Lieferort abhängige Prämie (z. B. Rotterdamer Aluminiumprämie). Weitere wichtige Börsen: CME/COMEX (Kupfer, Gold), ICE (Brent, Kakao, Kaffee, Zucker, Baumwolle), CBOT (Soja, Mais, Weizen), SHFE (Shanghai-Metalle), DCE und ZCE (chinesische Kunststoff-, Eisenerz- und Agrarfutures) sowie Bursa Malaysia (Palmöl).